Bürgerkomitee

Seit 55 Jahren gibt es das „Bürgerkomitee“ in Marialinden.

Bürgerkomitee 1988

Bürgerkomitee 1988

Anfangs nur eine Interessengemeinschaft von 12 Personen, hat das Bürgerkomitee inzwischen eine Vereinssatzung, ist in das Vereinsregister eingetragen und hat an die 30 Mitglieder. Seine Aufgabe sieht der Verein darin, das Dorf Marialinden und die Umgebung, also das eigene soziale Umfeld, in Eigeninitiative und mit Unterstützung aller Bürger lebens- und liebenswerter zu gestalten. Deshalb trifft man sich seit Gründung einmal im Monat, um eigene Initiativen zu entwickeln und deren Umsetzung für den Zeitraum eines Jahres festzulegen.

Das alte Krankenhaus 1959

Das alte Krankenhaus 1959

Und alles begann 1961. Wegen Personalmangel und mangelnder Unterstützung durch die damalige Landesregierung musste das Krankenhaus in Marialinden geschlossen werden. Um das von Franziskanerinnen aus Salzkotten geleitete Krankenhaus doch noch im Ort zu erhalten und um der damals stagnierenden Entwicklung Marialindens entgegenzuwirken, wurde auf Initiative von Werner Pütz 1963 das Bürgerkomitee Marialinden in einer großen Bürgerversammlung im Saale Altenrath gegründet. Doch trotz aller Bemühungen wurde Anfang 1965 Engelskirchen von der Landesregierung zum neuen Standort für das Krankenhaus benannt. Der Franziskanerorden, der seit 1866 in Marialinden wirkte, ließ den Ort aber nicht im Stich. Für Marialinden wurde der Bau eines Alten- und Pflegeheimes genehmigt – dann doch noch (auch) ein Erfolg des Bürgerkomitees.

Es begann die Besiedlung von Marialinden-Süd und damit die weiteren Entwicklung des Ortes: Ausbau der Ortsdurchfahrt, Gestaltung des Ortskernes, Schaffung von Kindergärten und die Schulerweiterung. Im Laufe der Jahre wurden dann viele Aktivitäten durch das Bürgerkomitee angeschoben oder von ihm selbst durchgeführt.

Einige Beispiele:

  • die Anstrahlung der Kirche, die im Dezember 2006 erneuert und erweitert wurde
  • Renovierung des Hofkreuzes am Friedhof
  • Antrag zur Anlegung eines Rad-Gehweges Vilshoven bis Landwehr
  • Baumbepflanzung des gesamten Ortskernes und Friedhofes
  • Ruhebänke, Kinderspielplatz, Neugestaltung des alten Dorfbrunnens am Marienkirchplatz,
  • Errichtung von Sitzgruppen auf dem Kirchplatz,
  • Gestaltung der Schulwiese
  • Blumenkübel in der ganzen Pilgerstraße,
  • Errichtung eines Marienbrunnens,
  • Erichtung eines Wartehäuschens,
  • Errichtung einer Gedenkstätte gegen Hass, Gewalt und Krieg an der Stelle, wo früher die Mariengrotte stand
  • Herausgabe von Marialindener Heimatbüchern (Johann Hoffstadt – Ein halbes Jahrtausend 1978),  (Werner Pütz – Marialinden in Bildern I und II; Der Pfarrer ist tot; Kirche im Dorf lassen; Spielbärs schauriges Lied; Der Linderhof),
  • Beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ hat Marialinden Silber und zweimal Bronze gewonnen
Denkmal gegen Hass, Gewalt und Krieg

Denkmal gegen Hass, Gewalt und Krieg, 2000 vom Bürgerkomitee errichtet .

Der Verein bietet neben kulturellen Veranstaltungen im Saal Altenrath, im Frühsommer ein Fest „Kutt nom Dom“ (statt früherer Dorfkirmes). Ebenfalls einmal im Jahr, immer am 3. Adventswochenende, gibt es den „Weihnachtmarkt rund um den Dom“.

Insgesamt sind in diesen 55 Jahren weit über 50.000 Euro aus der Kasse des Bürgerkomitees in die unterschiedlichen Projekte eingebracht worden. Das Geld stammt ausschließlich von Sponsoren, Spendern und aus den Teilnahmen an Wettbewerben.