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Seit über 40 Jahren geistert der Begriff "Bürgerkomitee"
durch Marialinden. Außer denjenigen, die aktiv im Bürgerkomitee
mitarbeiten, scheint kaum jemand wirklich zu wissen, was das
Bürgerkomitee eigentlich ist. Um dem nahe zu kommen, was
das Bürgerkomitee Marialinden ist, sollte man zunächst
vielleicht wissen, was es nicht ist. Das Bürgerkomitee ist
kein regelrechter Verein. Es gibt keine Statuten, es gibt
keine Vereinsbeiträge und kein Programm. Es gibt nicht
einmal Mitglieder. Jeder Bürger hat einen völlig
unreglementierten Zugang zur aktiven Mitarbeit im Bürgerkomitee.
Was es ist, spiegelt sich wohl am besten wider in dem
Gedanken, der alle diejenigen verbindet, die mitarbeiten
oder im Laufe der Jahre mitgearbeitet haben: Sie alle sind
überzeugt, dass neben den staatlichen und kommunalen
Organisationen und Strukturen auch die Eigeninitiative der Bürger
notwendig und erforderlich ist, um das eigene soziale
Umfeld, also um Marialinden lebenswerter zu gestalten.
Dieser Gedanke, dieses Motiv, ist in den letzten Jahren, in
denen immer mehr Kommunen über chronischen Geldmangel
klagen, ja zunehmend auch in der Öffentlichkeit zu einem
politischen Thema geworden. Das Bürgerkomitee ist also der
Versuch, Marialindener Bürger zusammen zu bringen, die in
Eigeninitiative dazu beitragen wollen, dass unser Dorf schöner
und lebenswerter wird. Deshalb trifft man sich seit über 40
Jahren jeden 1. Mittwoch im Monat um 20 Uhr in der Gaststätte Altenrath.
Und alles begann 1961. Wegen Personalmangel und mangelnder
Unterstützung durch die damalige Landesregierung musste das
Krankenhaus in Marialinden geschlossen werden. Um das von
Franziskanerinnen aus Salzkotten geleitete Krankenhaus doch
noch im Ort zu erhalten und um der damals stagnierenden
Entwicklung Marialindens entgegenzuwirken, wurde auf
Initiative von Werner Pütz 1963 das Bürgerkomitee
Marialinden in einer großen Bürgerversammlung im Saale
Altenrath gegründet. Doch trotz aller Bemühungen wurde
Anfang 1965 Engelskirchen von der Landesregierung zum neuen
Standort für das Krankenhaus benannt. Das Personal, das in
Marialinden fehlte, war in Engelskirchen vorhanden.
Der Franziskanerorden, der seit 1866 in Marialinden wirkte,
ließ den Ort aber nicht im Stich. Für Marialinden wurde
der Bau eines Alten- und Pflegeheimes genehmigt - dann doch
noch auch ein Erfolg des Bürgerkomitees. Es begann die
Besiedlung von Marialinden-Süd und damit die weiteren
Entwicklung des Ortes: Ausbau der Ortsdurchfahrt, Gestaltung
des Ortskernes, Schaffung von Kindergärten und die
Schulerweiterung.
Im Laufe der Jahre wurden dann viele Aktivitäten durch das
Bürgerkomitee angeschoben oder von ihm selbst durchgeführt.
Einige Beispiel: die Anstrahlung der Kirche, die im Dezmber 2006
erneuert und erweitert wurde, Renovierung des Hofkreuzes am Friedhof,
Antrag zur Anlegung eines Rad-Gehweges Vilshoven bis Landwehr,
Baumbepflanzung des gesamten Ortskernes und Fried-
hofes, Ruhebänke,
Kinderspielplatz, Neugestaltung des alten Dorf-
brunnens am Marienkirchplatz, Errichtung einer Sitzgruppe auf dem
Kirchplatz, Gestaltung der Schulwiese, Blumenkübel in der ganzen
Pilgerstraße, Errichtung eines Marienbrunnens, die Her- ausgabe
eines Marialindener Heimatbuches (Johann Hoffstadt) und eines
Bildbandes (Werner Pütz), Errichtung einer Gedenkstätte gegen
Hass, Gewalt und Krieg an der Stelle, wo früher die Mariengrotte
stand, es wurden beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden"
Silber und zweimal Bronze gewonnen und jedes Jahr wird die Kirmes
für Jung und Alt gestaltet. Ebenfalls einmal im Jahr immer am 3.
Adventswochenende gibt es den "Weihnachts- markt rund um den Dom".
Insgesamt sind in diesen 40 Jahren über 50.000 Euro aus der
Kasse des Bürgerkomitees in die unterschiedlichen Projekte
eingebracht worden. Das Geld stammt ausschließlich von
Sponsoren, Spendern und aus den Teilnahmen an Wettbewerben.
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Kontakt:
werner
pütz
robert
tasso pütz
helmut
schurig
ralf
vierkötter
josef stommel
stefan stommel
thomas verhoeven
bernd
elsner
karin
elsner
bernd
sassenhof
regine sassenhof
manfred allmayer
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x
xNächstes Treffen:
xDo. 11.03.2010
x20:00 Uhr
xin der Gaststätte Altenrath
xinfo@marialinden.de
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Das alte Krankenhaus 1959
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Denkmal gegen Hass, Gewalt und Krieg,
2000 vom Bürgerkomitee errichtet
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Bürgerkomitee, Kinder des kath.
Kindergartens und Kinder der Kindertageseinrichtung
"Marienkäfer" schmücken den Weihnachtsbaum vor
der Kirche
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Das Bürgerkomitee 1988
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